Spielberichte

24. Juli 2019

Variable Stuttgarter zu Gast in Kempten

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Variable Scorpions zu Gast bei den Comets

Am kommenden Sonntag empfängt das GFL-Team der Allgäu Comets die Stuttgart Scorpions im heimischen Illerstadion. Es ist noch nicht mal ein Jahr her als die Scorpions ein schweres Jahr durchmachten, erst gegen Ende der Saison waren Fortschritte zu merken. Es reichte aber nicht ganz aus, um die Relegationsspiele zu vermeiden. Dort machte man gegen den ersten der GFL2, die Ravensburg Razorbacks, kurzen Prozess und konnte sich über den Ligaverbleib freuen.

nach der bitteren Niederlage zuletzt in Ingolstadt stehen die Allgäu Comets zum Start der Rückrunde in der German Football League mit dem Rücken zur Wand. Durch die schlechtere Punktedifferenz gegenüber den Dukes rutschen sie vorerst auf den letzten Platz. Einen Gang in die Relegation wünscht sich im Allgäu niemand. Es gilt also, eine Schippe draufzulegen. Ein paar Ballverluste weniger, einige Strafen weniger und schon sieht ein Football-Ergebnis anders aus. Schließlich konnte man gegen Ingolstadt den Ball gut bewegen und die Verteidigung, sieht man von den vielen Strafen ab, sah durchaus solide aus. So steht aber bislang nur ein Sieg aus den bisherigen sieben Spielen ist in den Büchern; weniger als man sich vorgenommen hatte.

Noch vor dem letzten Spiel hatte man versucht, das Ruder herumzureißen und mit #9 Raleigh Yeldell einen neuen Quarterback geholt. Außerdem hatte Hesham Khalifa erneut die Position als Head Coach übernommen und Sebastian Johansson ist nun als Offense Coordinator tätig. Dadurch ist der Angriff deutlich effektiver geworden. In Ingolstadt hatte man 345 Yards mit dem eigenen Angriff erzielen können, dass ist mehr als in allen anderen Spielen bislang, in denen man nur 205 Yards pro Spiel erreichen konnte. Dennoch hatte es nicht zum Sieg gereicht. Durch Verletzungen wurde der Kader der Comets zusätzlich stark reduziert. Da kommt es hoffentlich gerade noch rechtzeitig, dass man mit #10 Robin Juhlin einen weiteren schwedischen WR verpflichten konnte.
Doch leichtere Gegner werden nun im Restprogramm der Comets nicht mehr auf dem Spielplan stehen. Mit dem heutigen Gegner, den Stuttgart Scorpions, gastiert der aktuelle Tabellendritte der Liga im Illerstadion. Letztes Jahr wurden die Württemberger noch Letzter und konnten sich nur durch zwei gewonnene Relegationsspiele in der Liga halten. Dieses Jahr jedoch haben die Scorpions einen großen Sprung nach Vorne getan. Sechs Siege stehen drei Niederlagen (zweimal gegen Schwäbisch Hall und einmal auswärts gegen Marburg) gegenüber. Damit hat man die Teilnahme an den Playoffs schon so gut wie sicher. Zuletzt haben die Stuttgarter gegen die Munich Cowboys gewonnen und reisen mit einem gehörigen Portion Selbstvertrauen an.
Die Scorpions scheinen ihren Umbruch erfolgreich abgeschlossen zu haben. Den Grundstein für eine viel erfolgreichere Saison in diesem Jahr wurde schon vor 12 Monaten gelegt. Von Headcoach über Quarterback bis hin zu den Startern hat sich wenig geändert. Das Team um Headcoach Jermaine Guynn ist also bestens aufeinander abgestimmt. Angeführt von Quarterback Michael Eubank spielen die Scorpions einen soliden und vor allem variablen Football. Hinzukommen US-Top-Widereceiver Tyler Cooperwood und Fabian Weigel in der Luft oder Running Back Giacomo De Pauli am Boden, um nur ein paar Akteure zu nennen – der Angriff der Stuttgarter ist schwer auszurechnen.

Einzige Schwachstelle scheint die Laufverteidigung zu sein. Die Stuttgarter sind die schlechteste aller GFL-Teams in dieser Kategorie. Ob die Comets diese Schwäche nutzen können wird sich jedoch zeigen müssen, beim Spiel in Ingolstadt war es häufig das Laufspiel, das die entscheidenden Yards nach vorne gebracht hat. Mit #35 Matthias Schäffeler, #21 Olivier Le Meledo und nicht zuletzt dem US-RB #11 Lennies McFerren hat man zumindest Spieler in den eigenen Reihen mit denen das Unwahrscheinliche möglich werden könnte; ein Sieg gegen Stuttgart und damit Abstand zum abstiegsgefährdeten, letzten Tabellenplatz zu gewinnen.

Trotz der Fanfreundschaft, die beide Vereine verbindet, ist man sich sicher, dass der eine dem anderen nichts schenken wird. Für Comets-Fans gilt, trotz der vielen frühen Enttäuschen dem Verein den Rücken zu stärken. Schließlich benötigt die Mannschaft gerade in schweren Zeiten Unterstützung.

Das Restprogramm wird für die Comets nicht leichter. Gleich in der Woche darauf findet sofort das Rückspiel gegen die Stuttgart Scorpions statt, bevor man am 11.08. die Marburg Mercenaries zum vorletzten Heimspiel empfängt.
Anpfiff am 28. Juli ist um 15:00 Uhr, Einlass ab 13:00 Uhr.