Spielberichte

3. Januar 2020

Norman Rautenberg wird neuer O-Line-Coach

Rautenberg O-line-Coach
Neuer Coach für die Offense Line wird Norman Rautenberg, der bis letztes Jahr noch selbst in dieser Position gespielt hat. Anstatt in seinem Alter von 30 Jahren ganz auf Football zu verzichten, konnte Norman überzeugt werden, sein Know-How als Trainer an die nächste Generation der Comets-Spieler weiterzugeben.

Norman kommt selbst aus Kempten, macht gerade seine Trainerlizenz und hat 8 Jahre lang bei den Comets in der O-Line gespielt. Angefangen hat er in der 2. Mannschaft und ab 2015 stand er in der GFL-Mannschaft in der ersten Reihe.
„Wir setzen wieder vermehrt auf junge Spieler.“

Die größte Herausforderung sieht er darin, alle Spieler beständig bei der Stange zu halten und für die notwendige Arbeit in der O-Line zu motivieren. Dabei arbeitet er eng mit dem neuen Offense Coordinator Elias Gniffke zusammen. „Mit Elias ist neuer Schwung in das Team gekommen; und diesen Schwung wollen wir nutzen.“

Die Comets werden in der kommenden Saison vermehrt auf junge Spieler setzen und auch die zweite Mannschaft wird mit dem GFL-Team zusammen trainieren. „Wir wollen aber keine Spieler einfach verheizen, sondern die jungen Spieler langsam aufbauen und an die GFL heranführen“, so Norman. Er übernimmt diese Position vom Schweden Sebastian Johansson, der in seiner Heimat nun als Headcoach der Göteborgs AFK Marvels arbeitet.

„Das sind sehr große Fußstapfen“, meint auch Norman. Mit nur 17 kassierten Quarterback Sacks stellten die Comets letztes Jahr die stärkste Offense Line der gesamten Süd-Staffel. Außerdem hatte die O-Line eine großen Anteil daran, dass man mit fast 2000 Lauf-Yards als drittstärkste Offense der gesamten GFL abschließen konnte.

Auch wenn die O-Line oft wenig öffentliche Aufmerksamkeit bekommt, ist diese Gruppe die wichtigste Spielposition auf dem gesamten Feld. „Mit der Offensive Line beginnt das Spiel. Hier werden die Spiele gewonnen“, so Norman. „In Deutschland ist die O-Line oft das Sorgenkind aller Mannschaften. Hier werden die großen, kräftigen Jungs benötigt. Diese Jungs zu motivieren, sich für das Team zu engagieren, ist oft nicht leicht.“
Dabei kann sich Norman aber auch auf seine Veteranen und seine Mitspieler verlassen.

Allen voran Nenad Stojic, der eigentlich als Import-Spieler nach Kempten kam und hier heimisch wurde. „Nenad ist ein Leader und Vorbild für das gesamte Team. Damit stellt er eine Konstante seit mittlerweile 5 Jahren in der O-Line der Comets dar.“
Die Position des Centers wird – wie auch schon letzte Saison – wieder Tobias Prestel übernehmen. „Tobi hat sich wahnsinnig entwickelt. Er hat sich körperlich sehr positiv entwickelt und seine Spielintelligenz hat mich immer wieder beeindruckt. An Tobi werden wir noch Spaß haben.“
„Aber auch mit dem jungen Talent Luca Previderio haben wir einen Spieler, der es durchaus auch bis in die Nationalmannschaft schaffen kann und von Dario Lucanto erwarten wir dieses Jahr wieder viel.”
Als “most effort man” lobt der neue O-Line Coach vor allem Timo Schüssel. „Er ist immer für die Mannschaft da und gibt stets alles für das Team.“ Nicht zuletzt deswegen ist Timo auch von der Mannschaft selbst dieses Jahr zu einem der beiden Team-Sprecher gewählt worden.
Mit Simon Köppl kommt ein junger, neuer Spieler aus der eigenen U19-Jugend, die wie die “großen” auch eine starke O-Line stellt. Simon hat viel Potential und wird nun langsam an das Niveau der GFL herangeführt.
Auch Rückkehrer wie Julian Heinzendorf und Philipp Dold werden ihre Chance kriegen; genauso wie alle anderen Spieler auch.

Norman sieht es als seine wichtigste Aufgabe, die Jungs zu motivieren, wieder über die eigenen Grenzen hinauszuwachsen. „Das sind die heimlichen Helden in diesem Sport. Wenn ein Laufspiel funktioniert oder der Quarterback genügend Zeit hat, sich einen freien Receiver zu finden, übersieht man leicht, dass es unter Umständen gerade auch die gute Arbeit der O-Line war, die dies erst ermöglicht hat. Wenn man als O-Liner überhaupt einmal erwähnt wird, dann meist nur wegen eines Fehlstarts oder weil man einen Fehler gemacht hat.“

Nur mit der Unterstützung und Verständnis durch Frau und Kind ist der Einsatz in dieser zeit- und arbeitsintensiven Sportart überhaupt erst möglich.