Spielberichte

16. November 2017

Comets-Zugang aus dem hohen Norden

Jonatan gihl Import 2018
Die Allgäu Comets können einen weiteren Neuzugang für die Offense vermelden. Der 21-jährige Schwede Jonatan Gihl wird den Allgäuer Bundesligisten verstärken. Gihl wird vorrangig als Widereceiver geholt, kann aber bei Bedarf auch Runningback spielen.

Der schwedische Nationalspieler soll vor allem auch den Passangriff der Comets weiter verstärken. Gihl ist extrem schnell, wendig und fangsicher und wird die gegnerischen Defenseformationen vor manch schwierige Aufgabe stellen. Der Schwede ist ein weiterer Mosaikstein im extrem pass lastigen Spielkonzept von Headcoach und Offensive Coordinator Stan Bedwell.

Gihl konnte 2013 auch bereits im Mutterland des American Football eine gute Ausbildung genießen. Mit seinen damals 16 Jahren war er auf der Christian Brothers High School im Kalifornischen Sacramento aktiv und zählte auch dort zu den Top-Spielern. Nach seiner Rückkehr in die Heimat war er bis 2016 bei den Kristianstad Predators unter Vertrag ehe er in der vergangenen Saison für den schwedischen Vizemeister Örebro Black Knights auflief, wo er auch zum Offense-Spieler des Jahres gewählt wurde. Gihl setzte sich bereits mit 17 in der höchsten Schwedischen Liga durch und kann deshalb auch trotz seines noch jungen Alters als sehr erfahren angesehen werden. Für ihn ist der Sprung in die höchste deutsche Liga und aktuell beste Liga Europas nun ein logischer nächster Schritt in seiner Karriere.

Mit Jonatan Gihl verpflichten die Allgäuer erstmals einen Schweden was auf den ersten Blick sicherlich etwas ungewöhnlich ist, jedoch geht der Trend in der gesamten Liga auch immer mehr dazu nicht ausschließlich auf US-Amerikaner zu setzen, da diese sowieso nur begrenzt eingesetzt werden dürfen. Im vergangenen Jahr hatten die Comets ja bereits mit Darius Dobrolewski einen Österreicher nach Kempten geholt, der sich aber schon am Anfang verletzte. Eine breitere Aufstellung im Receiver Bereich ist daher auch aus den Lehren des vergangenen Jahres unumgänglich, auch um die jungen Comets-Spieler weiter heran zu führen, die im vergangenen Jahr ins kalte Wasser geworfen wurden und sich glücklicherweise schnell weiterentwickelten und die Verantwortung die nur auf wenigen Spielern wie zum Beispiel Christian Hafels lastete etwas mit übernehmen konnten. Auch das ist wichtig, einerseits um den anderen Spielern Räume zu schaffen, andererseits um eben auch Pausen zu geben.

Man darf nun also gespannt sein was sich in den kommenden Wochen noch in der Kaderplanung tut. Aktuell sind noch nicht alle US-Stellen belegt und auch im europäischen Ausland, wie auch in Deutschland sind die Comets in Verhandlungen mit potentiellen Kandidaten.