Spielberichte

2. Juni 2019

Comets verlieren Rückspiel in München

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Die Allgäu Comets verlieren das Rückspiel gegen die Munich Cowboys mit 18:21 bei sommerlichen Temperaturen im Münchener Dantestadion. Damit haben die Comets also weiterhin in dieser Saison noch kein Spiel gewinnen können.

Wie zu erwarten war, traten die Münchner sofort sehr passlastig auf. Gleich im ersten Spielzug kamen die Cowboys durch ein Field Goal durch Robert Werner zu den ersten Punkten.

Anders als sonst von den Comets gewohnt, setzte Head Coach Jeff Scurran zu Beginn dieses Spiels verstärkt auf Passspiel, obwohl mit Wide Receiver #4 Jordan Paul die wohl wichtigste Anspielstation verletzt ausgefallen ist. Allerdings fehlte bei diesen Pässen zu oft die Genauigkeit. Dass es Quarterback #2 Calvin Stitt besser kann, konnte er dann mit einem sehenswerten 33 Yards-Pass auf #1 Malcolm Washington unter Beweis stellen. Dank des erfolgreichen Extrapunktversuchs durch #83 Marcel Schade konnten die Comets mit 7:3 in Führung gehen.
Anschließend hatten es aber beide Mannschaften schwer, sich gegen die jeweiligen Verteidigungsreihen durchzusetzen.  Nur ein einziges Mal konnten sich die Cowboys gegen die Comets-Defense durchsetzen und mit einem 43 Yards-Pass punkten (Extrapunkt wurde geblockt) und damit übernahmen die Cowboys mit 9:7 erneut die Führung.

In dieser Phase wirkte das Spiel aber auch durch die vielen Strafen auf beiden Seiten etwas zerfahren. Dazu beigetragen haben auch zwei Interceptions auf beiden Seiten. Der Angriff der Comets konnte sich aber nicht mehr durchsetzen, sodass die Münchner kurz vor Ende der ersten Halbzeit noch einmal an den Ball kamen und sogar noch durch ein weiteres Field Goal zum Halbzeitstand von 12:7 für die Münchner erhöhen konnten.

In der zweiten Hälfte setzte man auf Seiten der Comets verstärkt auf das Laufspiel insbesondere durch Runningback #11 Lennies McFerren. Die Comets manövrierten sich aber immer wieder selbst in ungünstige Positionen.

Letztlich brachte ein verunglückter Punt durch die Comets die Münchner innerhalb der Red Zone der Allgäuer den Ballbesitz ein. Diese Vorlage nutzten die Münchner sofort, um auf 19:7 durch Kai Silbermann zu erhöhen.  Mühsam aber zielstrebig arbeiteten sich die Comets immer wieder an die Endzone der Cowboys heran.  Nach einer Verletzung von #71 Martin Vammen aus der Kemptener Offense Line stimmten dann auch ein ums andere Mal die Snaps nicht. So reichte es am Ende nur zu einem Field Goal zum 19:10 durch #83 Marcel Schade.

Die Comets Defense war nun nicht mehr von den Cowboys zu überwinden. Aber auch in dieser Situation besiegten die Comets sich wieder hauptsächlich selbst.  Bei einem Punt von der eigenen 10 Yard-Line verunglückte der Snap erneut, was zu einem Safety und einer 21:10 Punkte Führung für die Cowboys führte.

Beeindruckend, wie die Comets sich dennoch nicht aufgaben. Mit nur noch Sekunden verbliebener Spielzeit gelang es den Comets noch auf 21:18 durch einen Touchdown von #11 Lennies McFerren und einer 2-Point-Conversion durch #28 Yanik Mazumdar zu verkürzen.

Der anschließende Versuch durch einen Onside-Kick, noch einmal an den Ball zu kommen, misslang jedoch. Damit war das bayerische Duell für die Cowboys entschieden, wobei sich die Comets an diesem Samstag zum größten Teil selbst geschlagen haben.

Die gut 100 mitgereisten Fans aus dem Allgäu haben unser Team bis zuletzt lautstark unterstützt.

Wie dünn die Personaldecke aufgrund von vielen Verletzungen bereits zum Saisonstart der Comets mittlerweile geworden ist, sieht man auch daran, dass mehrere Spieler sowohl in der Offense als auch in der Defense spielen mussten. „Wir können unseren Spielern nicht vorwerfen, dass sie jung sind und noch Erfahrungen sammeln müssen.“, so Head Coach Scurran im Anschluss. „Meine Aufgabe ist es, die Mannschaft Woche für Woche ein Stück besser zu machen.“

Nachweis: Foto © Miladinovic